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Unterhaltung

#5 Teehaus-Mahjong, die chengduanische Art der Entspannung

Setzen Sie sich auf einen Bambusstuhl am Fluss, schenken Sie Tee ein und schauen Sie einer Mahjong-Runde zu. Für Chengduer ist Teehaus-Mahjong kein Glücksspiel: es ist der liebste langsame Nachmittag, und Sie dürfen mitspielen.

#5 Teehaus-Mahjong, die chengduanische Art der Entspannung

Wer Chengdu in einer Stunde verstehen will, setzt sich in ein Teehaus am Ufer (茶馆, cháguǎn) und beobachtet die Mahjong-Tische. Mahjong (麻将, májiàng) wird mit kleinen Elfenbein-Steinen und Regeln zu viert gespielt; in Chengdu geht es weniger ums Geldgewinnen als um Stunden mit Freunden, mit nachgefüllter Teekanne und Sonne im Gesicht. Das Klappern der Steine ist die inoffizielle Stadt-Untermalung, und das seit einem Jahrhundert.

So sieht ein typisches Teehaus aus

Die alten Teehäuser Chengdus breiten Bambusstühle (竹椅, zhúyǐ) und quadratische Holztische auf Höfen, Flussufern und Tempelgelände aus. Eine Kanne Jasmin- oder Grüntee kostet 15 bis 30 Yuan, und man bleibt drei Stunden. Bedienungen füllen den Tee mit langen Kupferkannen nach, die über die Menge hinweg einschenken, ohne zu verschütten — eine Attraktion für sich. Nachmittags spielen ganze Tische von Rentnern um kleine Einsätze, während Kinder laufen und Vögel in nahen Käfigen singen.

Wie man an einen Tisch kommt

  • Erstmal zusehen: Die meisten Tische sind private Gruppen; Touristen dürfen still dabeistehen, aber setzen Sie sich nicht ohne Erlaubnis.
  • Lernen Sie die Grundlagen: Chengdus Mahjong ist eine vereinfachte, schnelle Variante (Sichuan-Stil, ohne Ehrensteine); viele Teehäuser geben Mini-Kurse am Nachmittag.
  • Probieren Sie einen „touristenfreundlichen" Tisch: Neue Teehäuser und Brettspielcafés nahe dem VolksPark stellen Spieler zusammen und erklären Regeln in gebrochenem Englisch für kleine Miete.
  • Wer nur zusehen will, nimmt einen Tee und setzt sich daneben; fragt man höflich, erklärt ein Einheimischer gerne eine Hand.

Praktische Infos

  • Lage: Das Teehaus Heming (鹤鸣茶社) im VolksPark (人民公园) ist der ikonische Ort; Teehäuser am Jinjiang und in der Kuanzhai Alley sind ebenfalls hervorragend. Yulin hat moderne Tee-Bars mit Mahjong-Tischen.
  • Anfahrt: Metro Linie 2 zur Station VolksPark, Ausgang direkt in den Park; Kuanzhai Alley 10 Minuten zu Fuß.
  • Zeiten: Teehäuser 09:00 bis 22:00; Mahjong-Tische Spitzenzeit 14:00 bis 18:00 und 20:00 bis 23:00. Morgen sind ruhig und sonnig.
  • Preis: Tee 15 bis 40 Yuan pro Person; Tischmiete 30 bis 60 Yuan pro Stunde in öffentlichen Häusern; Privatzimmer 100 bis 200 Yuan. Kleine Einsätze meist 1 bis 5 Yuan pro Punkt.
  • Buchung: nur Direktbetrieb; am Wochenende vor 14:00 kommen für einen guten Hofplatz. Heming nimmt keine Reservierungen.

Tipps für ausländische Besucher

  • Trinkgeld ist nicht erwartet; schauen Sie still zu und fragen Sie, bevor Sie fremde Steine oder eine Gewinnhand fotografieren.
  • Rauchen ist in alten Teehäusern üblich; wenn Rauch stört, wählen Sie einen Hoftisch. Die meisten sind draußen oder halboffen.
  • Das Eingießen mit der langen Kanne über den Kopf ist eine Show; weichen Sie nicht zurück, der Kellner ist Profi.
  • Nützlich auf Chinesisch: 这桌缺人吗 (Fehlt an diesem Tisch ein Spieler?) ; 我可以学吗 (Darf ich lernen?) ; 一壶茉莉花茶 (Eine Kanne Jasmin-Tee) ; 加水 (Noch heißes Wasser).

Ein Nachmittag mit Zuschauen oder Mitspielen beim Tee ist das Langsamste und Chengduanischste in der Stadt; billiger als jedes Ticket und das beste Fenster, wie die Stadt wirklich entspannt.

Bezahlen und unterwegs

Fast jede Karte, jeder Teetisch und jeder Barbeleg in Chengdu wird übers Handy abgerechnet: Scannen Sie den QR-Code am Tisch mit WeChat oder Alipay, geben Sie den Betrag ein und bestätigen Sie. Als Kurzbesucher bitten Sie Ihr Hotel, eine Karte zu hinterlegen, oder führen Sie rund 500 Yuan in kleinen Scheinen mit, für alte Stände, Tempelmärkte und Taxifahrten zu später Stunde. Die U-Bahn deckt die meisten hier genannten Orte, und Didi ist ab 22:00 Uhr günstig, wenn die U-Bahn schließt; vereinbaren Sie den Ausstieg, bevor Sie einsteigen. Wochenenden buchen Sie zwei bis drei Tage im Voraus über Dianping oder Damai, und halten Sie Ihren Pass bereit, weil viele Tickets beim Kauf hinterlegt und am Eingang geprüft werden. Trinkgeld ist in Chengdu nicht üblich; ein Lächeln und ein kurzes Dankeschön reichen. Ein klappbarer Regenschirm und bequeme Schuhe lögen neunzig Prozent unerwarteter Nachmittage, und fast alle Tipps dieser Anleitung liegen nur ein kurzes Taxi von den Uferhotels oder Chunxi Road entfernt, wo Erstbesucher meist wohnen. Die Stadt rechnet nach Pekinger Zeit, und in den meisten Hotels ist das WLAN auf Englisch einrichtbar.

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