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Reisen

#3 Berg Qingcheng, das taoistische Heiligtum

Einer der vier heiligen Tao-Berge Chinas: smaragdgrüner Wald, Nebelgipfel und alte Tempel. Zusammen mit Dujiangyan der klassische Tagesausflug ab Chengdu.

#3 Berg Qingcheng, das taoistische Heiligtum

Der Berg Qingcheng (青城山) erhebt sich 60 km westlich von Chengdu und zählt zu den vier heiligen Bergen des Taoismus. Hier gründete Zhang Daoling im Jahr 142 den Quan Zhen-Orden. Der gesamte Berg ist zusammen mit Dujiangyan UNESCO-Weltkulturerbe, die Waldbedeckung liegt über 95 %.

Vorderberg vs. Hinterberg

Qingcheng hat zwei ganz unterschiedliche Gesichter:

  • Vorderberg (Qianshan): 60 % der Besucher. Geplasterte Stufen, Seilbahn, 8 Tempel inklusive des berühmten Jianfu-Palastes und Shangqing-Palastes. 3–4 Stunden, gut beschildert.
  • Hinterberg (Houshan): wilder, stiller, Natur pur. Wasserfälle, Schluchten, Holzstege. Für Wanderer, 4–6 Stunden. Günstiger, weniger Infrastruktur.
Erstbesucher wählen den Vorderberg, Wanderer den Hinterberg.

Praktische Informationen

  • Adresse: Qingcheng Town, Dujiangyan
  • Anreise: Intercityzug ab Xipu nach Qingchengshan, 40 Min., 10 Yuan; dann Bus 101 zum Vordereingang. Ab Dujiangyan Taxi oder Bus 101 in 15 Minuten.
  • Öffnungszeiten: 8:00–17:00 Uhr
  • Eintritt: Vorderberg 80 Yuan; Seilbahn einfach 35, hin und zurück 60. Hinterberg 20 Yuan, Seilbahn extra.
  • Dauer: 4–6 Stunden mit Dujiangyan
  • Beste Zeit: April bis Oktober; der Berg ist berühmt für Nebel – Regenjacke mitnehmen

Die klassische Tagestour

Abfahrt 8:00 Uhr ab Xipu, Ankunft Dujiangyan 9:00, Besuch bis 12:30, Mittagessen mit lokalen geräuchertem Schwein, Taxi zum Vorderberg, mit der Seilbahn hoch, zu Fuß durch die Tempel runter, vor 18:00 Uhr zurück in Chengdu. Im Hotel buchbar.

Tipps für ausländische Gäste

Teilweise steile Stufen, keine Flipflops. Tempelryuchwerk ist rauchig, aber schön. Zeit sparen Sie mit der Seilbahn (90 Minuten Aufstieg). Auf dem Berg ist es 10 °C kühler als in Chengdu – Jacke nicht vergessen.

Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.

Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.

Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.

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