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#5 Du-Fu-Hütte, Wohnort des Dichterweisen

Die bescheidene Stromhütte, in der Chinas größter Dichter 240 seiner besten Werke schrieb. Heute ein ummauerter Garten aus Bambus, Seerosenteichen und stillen Höfen.

#5 Du-Fu-Hütte, Wohnort des Dichterweisen

Die Du-Fu-Hütte (杜甫草堂) erinnert an Du Fu (712–770), oft „Dichterweis" Chinas genannt, der vier Jahre im Exil in Chengdu lebte. Die einfache Hütte, die er am Huaxi-Fluss baute, wurde seit der Song-Zeit ein Wallfahrtsort. Heute ist der 24 Hektar große Garten einer der stillsten Orte Chengdus.

Wer war Du Fu

Für die chinesische Literatur ist Du Fu das, was Shakespeare für die englische ist. Seine rund 1.400 erhaltenen Gedichte schildern die An-Lushan-Rebellion, den Fall von Chang'an und das Leiden der einfachen Menschen. In Chengdu wurde sein Ton weicher: Er schrieb von Bambus, Mond, Wein, seinen Kindern und dem Herbstwind, der ihm das Dach abträgt.

Was Sie sehen

  • Hüttenreplik: einfache Nachbildung mit Bambuszaun
  • Dayatang-Halle: Haupthalle mit Statuen von Du Fu und 12 Tang-Dichtern
  • Huaxi-Schrein: Halle aus der Ming-Zeit mit Du-Fu-Statue
  • Du-Fu-Poesie-Museum: Manuskripte und Kalligrafie
  • Bambuswälder und Seerosenteiche: der Garten selbst ist die Attraktion

Praktische Informationen

  • Adresse: 37 Qinghua Road, Bezirk Qingyang
  • U-Bahn: Linie 4 bis Caotang North Road, Ausgang B, 10 Minuten; Bus 19/35/58
  • Öffnungszeiten: 9:00–18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30)
  • Eintritt: 50 Yuan Erwachsene
  • Dauer: 2–3 Stunden
  • Beste Zeit: Wochentagsmorgen; Seerosen im Juni/Juli

Tipps für ausländische Gäste

Die Anlage ist groß und teilweise im Freien. Englische Hinweisschilder sind rar, aber der Garten begeht sich von selbst. Kombinieren Sie mit dem Jinsha-Museum 2 km entfernt. Im Buchladen gibt es Du-Fu-Anthologien auf Englisch.

Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.

Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.

Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.

Die nächste U-Bahn-Station ist Caotang North Road (Linie 4, Ausgang B), nur fünf Minuten zu Fuß vom Eingang entfernt. Montagsvormittags ist es hier fast leer, am Wochenende kommen dagegen viele chinesische Schulklassen. Empfehlenswert ist die Kombination mit dem Wuhou Shrine am Nachmittag: Buslinie 19 fährt in 15 Minuten direkt zwischen beiden Orten, und die Tickets lassen sich nicht kombinieren, zahlen Sie also getrennt.

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