Sanxingdui („Drei Sternhaufen") liegt 40 km nördlich von Chengdu bei Guanghan. 1986 entdeckten Bauern beim Graben zwei Opfergruben mit über zwei Meter großen Bronzemasken, heiligen Bäumen, Goldzeptern, Elefantenstoßzähnen und Jade. Nichts davon passt zu einer bekannten chinesischen Kultur. Heute wissen wir: Es war das alte Shu-Königreich (um 1600–1100 v. Chr.), das parallel zur Shang-Dynastie blühte.
Warum sie „außerirdisch" wirken
Die Bronzen sind in der alten chinesischen Welt einzigartig:
- Große Bronzemaske: 1,32 m breit, Augen 16 cm hervortretend, gewaltige Ohren
- Heiliger Bronzebaum: 3,96 m hoch, neun Vögel und Drachen, einer der höchsten Bronzen der Antike
- Goldzepter: 1,42 m lang, mit Fischen, Vögeln und Menschenköpfen graviert
- Bronzestandfigur: 2,62 m hoch, die älteste lebensgroße Bronzestatue der Welt
Praktische Informationen
- Adresse: Sanxingdui, Guanghan, 40 km nördlich von Chengdu
- Anreise: Bus ab Chadianzi nach Guanghan, 17 Yuan, 1 Stunde; dann Bus 10 oder 6. Oder Hochgeschwindigkeitszug ab Chengdu Nord/Ost nach Guanghan Nord, 18 Min., Taxi 10 Min.
- Öffnungszeiten: 8:30–18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00); montags geschlossen
- Eintritt: 72 Yuan Erwachsene; neue Halle 2023 eröffnet – ganztägig einplanen
- Dauer: 4–5 Stunden mit Anreise
- Beste Zeit: Dienstag bis Freitag, Schulferien meiden
Tipps für ausländische Gäste
Das neue Museum ist riesig, Wanderschuhe und früher Start. Englische Schilder gut, aber das „Warum" der Masken ist umstritten. Ohne Blitz fotografieren erlaubt. Proviant mitnehmen. Wenn Sie nur eine alte Stätte in Chengdu sehen, wählen Sie Sanxingdui statt Jinsha.
Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.
Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.
Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.