2001 stießen Bauarbeiter in einem Chengduer Wohngebiet bei Kanalarbeiten auf die Überreste einer Hauptstadt des alten Shu-Königreichs (um 1200–650 v. Chr.), mit über 10.000 Gold-, Jade-, Bronze- und Elfenbeinobjekten in Opfergruben. Das Jinsha-Museum wurde direkt über der Ausgrabung erbaut und ist eines der besten modernen Museen Chinas.
Der Goldene Sonnenvogel
Star des Museums ist der Goldene Sonnenvogel: eine 24 Gramm schwere Goldfolie von 12,5 cm Durchmesser, so dünn, dass sie durchsichtig ist. Vier Vögel umkreisen eine zwölfstrahlige Sonne. 3.000 Jahre alt, 2007 gefunden, ist er heute das offizielle Emblem des chinesischen Kulturerbes.
Was Sie sehen
- Reliktenhalle: die tatsächliche Grabungsgrube unter Glas, Archäologen bei der Arbeit
- Schaushalle: fünf Stockwerke, Goldmasken, Jade-Röhren, Elfenbein, Bronzemesser
- Konservierungszentrum: hinter Glas arbeiten Restauratoren
- Garten am Fluss: Bambus und kleiner See zum Ausruhen
Praktische Informationen
- Adresse: 25 Jinsha Yizhi Road, Bezirk Qingyang
- U-Bahn: Linie 7 bis Jinsha Site Museum, Ausgang C, direkt am Eingang
- Öffnungszeiten: 9:00–18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00); montags geschlossen
- Eintritt: 70 Yuan Erwachsene; Audioguide Englisch 20 Yuan
- Dauer: 2,5–3 Stunden
- Beste Zeit: Dienstag bis Donnerstagvormittag
Tipps für ausländische Gäste
Englische Schilder sind gut. Beginnen Sie in der Reliktenhalle, dann die Schaushalle. Wenn Sie auch Sanxingdui (#10) planen: Jinsha ist die Einstiegs-, Sanxingdui die Wow-Version. Kombinieren Sie mit der Du-Fu-Hütte 2 km östlich. Blitzlichtfrei fotografieren erlaubt.
Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.
Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.
Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.
Das Museum ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, letzter Einlass 17 Uhr. Die nächste Station ist Jinsha Museum (Linie 7), Ausgang C. Buchen Sie die geführte englische Tour am Eingang, sie dauert eine Stunde und erklärt die Goldvogel-Scheibe und die getrockneten Elfenbeinfunde deutlich besser als die Hinweisschilder.