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Reisen

#6 Jinli-Allee, Altstadt der Drei Reiche

Die meistfotografierte Snackstraße Chengdus: rote Laternen, Opernmasken, Zuckerzeichnungen und Straßenküche – direkt neben dem Wuhou-Tempel.

#6 Jinli-Allee, Altstadt der Drei Reiche

Die Jinli-Allee (锦里古街) ist eine 500 Meter lange Fußgängerzone mit Holzfassaden und roten Laternen, im Qing-Stil neben dem Wuhou-Tempel wieder aufgebaut. „Jinli" war der Name Chengdus zur Zeit der Drei Reiche, und die Straße ist der kommerzielle Partner des Tempels: Wo Wuhou Geschichte lehrt, verkauft Jinli die romantische Version.

Was man isst und kauft

  • Sandapao: Klebreisbälle, die auf eine Holztonne geschleudert und mit Sojamehl bestreut werden
  • Tanghua: Zuckerzeichnung, der Künstler malt Drachen oder Schmetterlinge auf ein Holzstäbchen
  • Ye'erba: in Bambusblättern gedämpfte Klebreiskuchen
  • Sichuan-Opernmasken: beliebtes Souvenir
  • Gaiwan-Tee: Teegenuss im überdeckten Bowle in einem Innenhof

Atmosphäre

Tagsüber eine fröhliche Touristenstraße, abends, wenn die roten Laternen brennen, wird sie zu einem der stimmungsvollsten Spaziergänge Chengdus. In einer Opernteestube können Sie die 90-minütige Gesichtswechsel-Show (biànliǎn) buchen.

Praktische Informationen

  • Adresse: 231 Wuhouci Avenue, im Tempelareal
  • U-Bahn: Linien 3/5 bis Gaoshengqiao, Ausgang D, 10 Minuten; Linie 1 bis Jinjiang Hotel, 15 Minuten
  • Öffnungszeiten: Läden 10:00–22:00 Uhr; Eintritt frei
  • Kosten: frei; Snacks 10–30 Yuan; Opernshow 150–380 Yuan je nach Sitz
  • Dauer: 1–2 Stunden; kombinieren mit Wuhou für einen halben Tag
  • Beste Zeit: Spätnachmittag bis Abend, wenn die Laternen brennen

Tipps für ausländische Gäste

Es ist touristisch, Preise liegen 20–30 % über dem lokalen Markt, aber sauber, sicher und ein perfekter Einstieg in die Chengduer Snackkultur. Kleine Portionen bestellen und walken. Handeln ist unüblich, Preise sind markiert. Bargeld mitnehmen. Für die weniger touristische Variante gehen Sie 2 km südlich zur Yulin Road.

Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.

Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.

Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.

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