Der Wuhou-Tempel (武侯祠) ist die berühmteste historische Stätte der Drei Reiche in China. Er ehrt Zhuge Liang (181–234), Kanzler von Shu Han, dem nachgesagt wurde, er könne die Zukunft vorhersagen. Der im 6. Jahrhundert gegründete Komplex vereint den Tempel für Zhuge mit dem Mausoleum von Liu Bei, dem ersten Kaiser von Shu Han.
Was Sie sehen
- Allee der roten Mauern: meistfotografierter Ort, Zypressen und zinnoberrote Mauern im Abendlicht
- Liu-Bei-Halle: überlebensgroße Statuen des Kaisers und seiner Generäle
- Zhuge-Liang-Halle: Herz des Tempels, drei Generationen der Familie Zhuge
- Huiling-Mausoleum: 1.500 Jahre alter Grabhügel, um den man herumgehen kann
- Drei-Treue-Tempel: erinnert an den Schwur im Pfirsichgarten
Hintergrund: Die Drei Reiche
Zhuge Liang ist der Kopf hinter Die Geschichte der Drei Reiche, einem der vier großen chinesischen Klassiker. Wenn Sie die Serie von 1994 oder John Wous Red Cliff kennen, wissen Sie die Geschichte: drei vereidigte Brüder – Liu Bei, Guan Yu, Zhang Fei – kämpfen mit ihrem genialen Stratege um die Wiederherstellung der Han-Dynastie.
Praktische Informationen
- Adresse: 231 Wuhouci Avenue, Bezirk Wuhou
- U-Bahn: Linie 3 oder 5 bis Gaoshengqiao, Ausgang D, 10 Minuten zu Fuß
- Öffnungszeiten: 8:00–18:00 Uhr (letzter Einlass 17:30)
- Eintritt: 50 Yuan Erwachsene; Audioguide Englisch 30 Yuan
- Dauer: 2–3 Stunden
- Beste Zeit: 9:00 Uhr bei Öffnung oder spätnachmittags mit goldenem Licht auf roten Mauern
Tipps für ausländische Gäste
Kombinieren Sie mit der Jinli-Allee direkt nebenan. Der Audioguide lohnt sich; die Inschriften sind in klassischem Chinesisch. Verpassen Sie nicht die Stele mit der Kalligrafie Kaiser Kangxis. Meiden Sie Wochenenden.
Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.
Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.
Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.