Keine Reise nach Chengdu ist vollständig ohne die Chengdu Forschungsbasis für Große Pandas (成都大熊猫繁育研究基地), ein weitläufiger Park im Norden der Stadt mit über 200 Großen Pandas und zahlreichen Roten Pandas. Anders als in gewöhnlichen Zoos wurden die Gehege bewusst weitläufig und begrünt angelegt.
Warum die Uhrzeit entscheidet
Pandas sind Gebirgsbewohner, die Kühle und Nebel lieben. Sobald Chengdu gegen 11 Uhr aufheizt, rollen sie sich zu einem Fellknäuel zusammen und schlafen. Kommen Sie unbedingt vor 8:30 Uhr, um sie beim Fressen, Klettern und Toben zu sehen. In der Hochsaison öffnet die Basis bereits um 7:30 Uhr – frühes Aufstehen wird belohnt.
Was Sie sehen
- Gehege erwachsener Pandas: offische Hanganlagen, in denen 3–6 Tiere zusammenleben
- Sonnen- und Mondwöchnerinnenstation: durch eine Glasscheibe beobachten Sie die Pfleger beim Wiegen der rosa Jungtiere
- Roter-Panda-Zone: die kleineren, rostroten Verwandten streifen frei durch den Wald
- Jugendspielplatz: beliebtester Ort, sechs Monate alte Kletterkünstler
Praktische Informationen
- Adresse: 1375 Xiongmao Avenue, Bezirk Chenghua
- U-Bahn: Linie 3 bis Chunqiao oder Zoo, dann 10 Minuten Shuttle
- Öffnungszeiten: 7:30–18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00)
- Eintritt: 55 Yuan Erwachsene, halber Preis für Studierende; Reservierung über WeChat empfohlen
- Dauer: 3–4 Stunden, plus eine Stunde für das neue Tal
- Beste Zeit: Frühling und Herbst; Wochentagsmorgen sind am leersten
Tipps für ausländische Gäste
Nehmen Sie Wasser und Wanderschuhe mit. Der Park ist groß und hügelig. Rufen, Blitzlicht und Geländerüberschreitung sind verboten. Pandas wirken kuschelig, beißen aber kräftig. Das Fütterungsprogramm (ab 1000 Yuan) muss Monate im Voraus gebucht werden. Meiden Sie Wochenenden und chinesische Feiertage.
Fortbewegung in Chengdu. Die U-Bahn deckt die meisten zentralen Sehenswürdigkeiten ab; kaufen Sie eine Yangchengtong-Karte oder nutzen Sie den Alipay-/WeChat-QR-Code auf Ihrem Handy. Das Taxi startet bei 8 Yuan und ist nach westlichen Maßstäben günstig, doch Didi (das chinesische Uber) ist noch bequemer und zeigt den Fahrpreis im Voraus an. Busse decken alles ab, sind aber voll. Für Tagesausflüge nach Dujiangyan, auf den Berg Qingcheng oder nach Anren buchen Sie an der Hotelrezeption oder über die App des Intercity-Zugs. Die Innenstadt ist fußgängerfreundlich, aber Hitze und Feuchtigkeit im Sommer erschöpfen Sie — planen Sie am Nachmittag eine Teepause ein. Englisch spricht man in großen Hotels und Touristenorten, sonst fast nirgendwo; laden Sie eine Übersetzungs-App herunter und nehmen Sie eine Karte mit der Hoteladresse auf Chinesisch mit, um sie dem Taxifahrer zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Pass mit, der in Museen und Hochgeschwindigkeitszügen verlangt wird.
Geld, Sicherheit und Etikette. Chengdu ist eine der sichersten Großstädte Chinas; Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Dennoch: Achten Sie in überfüllten Bussen und auf Jinli oder Kuanzhai auf Ihre Tasche. Mobile Bezahlung dominiert – die meisten Kleinstände akzeptieren Alipay oder WeChat Pay selbst für 5-Yuan-Snacks, aber führen Sie Bargeld (100-Yuan-Scheine) für abgelegene Tempel und ältere Taxifahrer mit. Trinkgeld ist nicht üblich. In Tempeln gelten Sie bescheidene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zeigen Sie nicht mit dem Finger auf Statuen. Sichuan-Küche ist echt betäubend-scharf; wenn Sie es nicht vertragen, bestellen Sie buguo la (nicht scharf) oder die Sauce extra. Trinken Sie Flaschenwasser, kein Leitungswasser.
Noch ein Tipp. Die beste Reisezeit ist März bis Mai und September bis November; Sommer ist heiß und schwül, Winter neblig und kalt. Nehmen Sie eine Kopie des Hotelausdrucks auf Chinesisch mit und eine Reisekopie des Passes; das Original ist im HotelSafe gut aufgehoben. Taxameter vertrauen, nie pauschal aushandeln.