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#9 Songxianqiao Antiquitätenmarkt

Songxianqiao ist der berühmteste Antiquitätenmarkt im Südwesten Chinas: ein Labyrinth aus alten Läden und Wochenendständen, wo Porzellan, Bronze, alte Bücher und Jade bei Tee und Feilschen den Besitzer wechseln.

#9 Songxianqiao Antiquitätenmarkt

Songxianqiao Antique Market (送仙桥古玩市场) liegt am Ufer des Jin-Flusses westlich von Chengdu, nahe dem Qingyang-Palast und dem Sichuan-Museum. Es ist der größte und etablierteste Antiquitätenmarkt im Südwesten Chinas, ein 30.000 Quadratmeter großes Gewirr aus zweistöckigen alten Geschäftshäusern und Wochenend-Freiluftständen, das seit den 1980er Jahren in irgendeiner Form existiert. Einheimische nennen ihn einfach „Songxianqiao", und seit Jahrzehnten kommen Chengdus Sammler, Händler und neugierige Besucher hierher, um Porzellan, Bronze, Jade, Kalligrafie, alte Bücher und kuriose Objekte aus Sichuns bewegter Vergangenheit zu kaufen, zu verkaufen oder einfach zu stöbern.

Der Markt teilt sich in zwei Welten. In den permanenten Läden verkaufen Händler etablierte Ware mit Preisen und Zertifikaten; das ist das Revier ernster Sammler. Draußen breiten sich an Wochenendmorgen Hunderte temporärer Stände am Flussufer aus, wo von einer Schale aus der Qing-Dynastie bis zu einem Mao-Abzeichen der 1980er Jahre alles für ein paar Dutzend Yuan den Besitzer wechselt. Hier findet die wahre Schatzsuche statt: Die Stücke sind nicht authentisiert, Preise werden vor Ort gemacht, und das Feilschen ist der ganze Sinn des Vormittags.

Wonach man schaut

  • Sichuan-Porzellan: blau-weiße Schalen aus späten Qing und Republik; Preise ab 50 Yuan für eine gute moderne Kopie, ab 500 Yuan für ein plausibles antikes Stück.
  • Alte Bücher und Kalligrafie: fadengebundene Bücher, alte Rollen, Pinsel und Tintensteine.
  • Bronze und Silber: kleine Ornamente, alte Schlösser, Opiumgewichte und Republik-Münzen.
  • Jade und Halbsteine: vor allem modern und behandelt; kaufen Sie nur in Läden, die ein Zertifikat ausstellen.
  • Mao-Zeit-Erinnerungsstücke: Abzeichen, Plakate, alte Fotos und Propagandadrucke, 10 bis 200 Yuan.

Wenn Sie kein Sammler sind, behandeln Sie den Vormittag als kulturellen Spaziergang: Trinken Sie Tee an einem der Uferstände, schauen Sie den alten Männern beim Go zu und kaufen Sie ein kleines Souvenir, das Ihnen wirklich gefällt, statt einer vermeintlichen Antiquität.

Praktische Informationen

  • Adresse: Songxianqiao West Street, Distrikt Qingyang, am Jin-Fluss westlich des Qingyang-Palastes.
  • Verkehr: U-Bahn-Linie 2 zum Tianfu Square, dann Bus 19 oder 35 bis Haltestelle Songxianqiao; oder 15 Minuten Taxi von der Chunxi Road.
  • Öffnungszeiten: Ständige Läden täglich 09:30 bis 18:00; Wochenend-Freiluftstände Samstag und Sonntag 07:00 bis 12:00, am besten vor 10:00.
  • Preisniveau: Einfach bis mittel; kleine Stücke 10 bis 100 Yuan, gutes Porzellan 200 bis 2.000, ernste Antiquitäten ab 5.000.
  • Zahlung: Bargeld an Freiluftständen bevorzugt; Alipay in ständigen Läden.
  • Tipps: Zahlen Sie nie den geforderten Preis beim ersten Angebot; rechnen Sie mit 30 bis 50 Prozent vom Schildpreis und verhandeln Sie nach oben.

Tipps für ausländische Besucher

Fast nichts hier ist als antik garantiert; selbst ständige Läden mischen alt und neu. Wenn Sie eine echte Antiquität wollen, beauftragen Sie einen Gutachter über den Concierge eines Hotels und rechnen Sie mit mehreren tausend Yuan. Für Gelegenheitsbesucher: Kaufen Sie, was Sie schön finden, nicht was ein Händler für selten ausgibt. Zollvorschriften verbieten den Export von Gegenständen vor 1949; wenn Sie wirklich Altes kaufen, bitten Sie den Händler um eine Exportbescheinigung, sonst müssen Sie es am Flughafen abgeben. Feilschen ist Teil des Spaßes: Lächeln Sie, nehmen Sie das Objekt und gehen Sie, wenn der Preis zu hoch ist. Die meisten Händler rufen Sie zurück.

Die festen Läden öffnen erst um 9:30 Uhr, die Wochenendstände schon ab 7:00 Uhr. Eine Tasse Tee am Ufer kostet fünf Yuan, Verhandlungsgespräche sind inklusive. Den Export alter Stücke regeln chinesische Zollgesetze streng: Alles vor 1949 braucht ein Ausfuhrzertifikat, das der Händler ausstellt. Sonntags ist der Flussmarkt bis Mittag geöffnet, danach leert sich das Gelände rasch. Bargeld in kleinen Scheinen wird an den offenen Ständen bevorzugt, größere Läden akzeptieren Alipay. Die U-Bahn-Linie 2 fährt bis Tianfu-Platz, von dort nimmt man den Bus 19 oder 35.

Die festen Läden öffnen erst um 9:30 Uhr, die Wochenendstände schon ab 7:00 Uhr. Eine Tasse Tee am Ufer kostet fünf Yuan, Verhandlungsgespräche sind inklusive. Den Export alter Stücke regeln chinesische Zollgesetze streng: Alles vor 1949 braucht ein Ausfuhrzertifikat, das der Händler ausstellt. Sonntags ist der Flussmarkt bis Mittag geöffnet, danach leert sich das Gelände rasch. Bargeld in kleinen Scheinen wird an den offenen Ständen bevorzugt, größere Läden akzeptieren Alipay. Die U-Bahn-Linie 2 fährt bis Tianfu-Platz, von dort nimmt man den Bus 19 oder 35.

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