Chengdu liegt im Sichuan-Becken und ist ringsum von Bergen umgeben. Diese Topografie prägt ein feucht-subtropisches Klima mit einer der niedrigsten Jahressonnenstundenzahlen ganz Chinas. Grauer, bedeckter Himmel ist normal, der Sommer schwül, der Winter frisch, aber nicht bitterkalt. Wenn Sie das Muster verstehen, fallen Gepäck und Reiseplanung gleich viel leichter.
Das große Bild: feucht, wolkenreich, mild
Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei etwa 16 °C, die Stadt hat nur 1000 bis 1200 Sonnenstunden pro Jahr, verglichen mit über 2000 in Peking. Regen fällt vor allem im Sommer, oft leicht aber andauernd. Nebel und tiefe Wolken sind im Winter und zeitigen Frühjahr häufig, daher sind Bergausflüge nach Qingcheng oder Jiuzhaigou am besten in den Herbst zu legen.
Frühling (März bis Mai)
Die Temperaturen steigen von rund 10 °C im März auf 25 °C im Mai. Morgens kühl, nachmittags warm. Dies ist eine der besten Reisezeiten, mit Kirschblüten, gelbem Raps auf der Ebene und angenehmen Wandertagen. Die Luftfeuchtigkeit steigt bis Mai, und spät in der Saison gibt es einzelne Gewitter.
- Ausrüstung: leichte Jacke für den Morgen, Tagsüber T-Shirt, ein Taschenschirm.
- Achtung: Im April steigt die Pollenbelastung, zur Schulferienzeit ist der Verkehr überlastet.
Sommer (Juni bis August)
Es ist die nasse und schwüle Jahreszeit. Die Höchstwerte erreichen oft 30 bis 35 °C, durch die Luftfeuchtigkeit fühlt es sich heißer an. Nachmittagsgewitter sind üblich, und kurze, heftige Schauer können Unterführungen fluten. Klimaanlagen sind in Einkaufszentren, Hotels und U-Bahn-Wagen selbstverständlich. Indoor-Attraktionen, Teehäuser und Hotpot am Abend sind Ihre besten Freunde.
- Ausrüstung: atmungsaktive Kleidung, Regenjacke, Sonnencreme, eine Trinkflasche.
- Achtung: Aktivitäten im Freien sollten auf frühen Morgen oder späten Nachmittag gelegt werden.
Herbst (September bis November)
Viele Einheimische nennen ihn die schönste Jahreszeit Chengdus. Die Luftfeuchtigkeit sinkt, der Himmel zeigt sich gelegentlich blau, und die Temperaturen pendeln sich auf angenehme 15 bis 22 °C ein. Oktober und November sind golden für Ginkgobäume und Bergausflüge. Ende September kann es noch sommerlich wirken, im November sind dann wieder Mäntel gefragt.
- Ausrüstung: Zwiebellook, leichte Jacke, bequemes Wanderschuhe.
- Achtung: Buchen Sie beliebte Hotels frühzeitig während der Nationalfeiertage im Oktober.
Winter (Dezember bis Februar)
Der Winter ist kühl, feucht und bedeckt. Die Tagestemperaturen liegen meist zwischen 8 und 12 °C, die Nächte bei 2 bis 5 °C. Schnee ist in der Innenstadt selten, auf nahen Bergen aber möglich. Weil es anders als im Norden keine Zentralheizung gibt, verlassen sich die Einheimischen auf dicke Kleidung, Hotpot und Heizdecken. Reisende aus kalten Breiten sind oft überrascht, wie kalt es in ungeheizten Räumen sein kann.
- Ausrüstung: warmer Mantel, Schal, Zwiebellook, Thermounterwäsche für den Abend.
- Achtung: Wählen Sie Hotels mit bestätigter Heizung; moderne Ketten haben Klimaanlagen, die auch heizen.
Praktische Informationen
- Wettervorhersage: Nutzen Sie chinesische Wetter-Apps wie Moji oder Xinzhi, die Bedingungen ändern sich stündlich.
- Regen: Ein Taschenschirm ist das nützlichste Ganzjahreselement.
- Feuchtigkeit: Legen Sie Feuchtigkeitsbeutel bei, wenn Sie Kameraequipment über Wochen in der Tasche aufbewahren.
- Höhe: Die Innenstadt ist flach, die nahen Berge steigen schnell an; schichten Sie für Tagesausflüge.
- Tipp: Grauer Himmel gehört zur Atmosphäre, und abends sehen die neonbeleuchteten Altstraßen fantastisch aus.
Der richtige Wetterblick pro Jahreszeit
Das Klima ist im Jahresverlauf stabil, aber die Luftfeuchtigkeit ist der heimliche Faktor. Im Sommer macht die Schwüle 35 Grad kälter gefühlt noch heißer; im Winter täuschen 10 Grad mit Nässe und ohne Heizung. Die Sonnenstunden sind mit 1000 bis 1200 pro Jahr die niedrigsten in Ostchina, also ist blauer Himmel ein Geschenk. Regenschirm und leichte Jacke gehören in jede Tasche, die Luftfeuchte lässt die Kleidung schnell klamm werden.
- Im Sommer tagsüber viel trinken, aber warmes Wasser statt Eis.
- Im Winter nach hotels mit Heizung fragen, nicht alle Zimmer sind durchgehend warm.
- Morgen und Abend sind auch im Sommer kühl genug für eine leichte Jacke.
- Regenjacke statt Regenschirm, wenn du in die Berge fährst; Wind macht Schirm nutzlos.
- Feuchte Luft macht Kameraobjektive beschlagen; Geräte im Zimmer akklimatisieren lassen.