Die UNESCO ernannte Chengdu 2010 zur City of Gastronomy, und die Stadt hat den Titel seitdem wie eine Lizenz zum Feiern genommen. Essen ist hier keine Nebenaktivität, sondern der Unterhaltungskalender selbst. Von der Crayfish-Saison bis zu internationalen Hotpot-Kongressen gibt es fast immer einen Grund zum Rausgehen.
Frühling und Frühsommer: Nudeln und Tee-Snacks
Der Frühling beginnt mit saisonalen Gemüse-Banketten. Restaurants servieren wilde Bambussprossen, Frühjahrsteestückchen und die ersten Fischgeschmacksgerichte. Der Jinli Spring Food Fair im März verbindet Volkstanz mit Ständen für kalte Nudeln, Hasenkopf-Snacks und süße Reiskuchen.
Sommer: Crayfish und kalte Nudeln
Juni bis August ist die geselligste Essenssaison. Outdoor-Tische füllen sich jeden Abend entlang von Yulin, Kehua Lu und nahe der Jiuyan-Brücke. Crayfish-Lokale (xiǎolóngxiā) wetteifern bei All-you-can-eat-Nächten, und Sichuan-kalte Nudeln (liángmiàn) erscheinen in jeder Straße. Das Chengdu International Food Festival findet üblicherweise zwischen Juni und August in mehreren Bezirken statt, mit Kochshows, Demo-Köchen und internationalen Pavillons.
Herbst: Hotpot und Chili-Festivals
Mit sinkenden Temperaturen beginnt die Hotpot-Saison. Kettenmarken machen Jubiläumsaktionen, und straßenseitige Outdoor-Hotpot-Tische werden wieder aufgestellt. Das Chengdu Hotpot Festival versammelt die größten Marken an einem Ort, wo Brühen, Chiliól und Dips verglichen werden. Im selben Zeitraum zeigt das Sichuan Cuisine Festival klassische und kreative Gerichte, inklusive der trendigen New-Sichuan-Küche junger Köche.
Winter: Pökelfleisch und Tangyuan
Ab Dezember hängt auf jedem Balkon Wurst und gepökeltes Schweinefleisch. Das Laternenfest (Februar) bringt süße Tangyuan-Reisbällchen, und Silvesterbankette werden Monate im Voraus gebucht.
Praktische Informationen
- Wo nachsehen: Offizielle WeChat-Kanäle des Chengdu Food Bureau, Time Out Chengdu und lokale Eventseiten.
- Typische Kosten: Straßenfood-Abend 50 bis 100 Yuan, Festival-Tickets 30 bis 100, Hotpot-Abendessen pro Person 100 bis 180.
- Scharfegrad: Sagen Sie budula (nicht scharf), wenn Sie mit Chili nicht umgehen können, das Restaurant passt an.
- Vegetarisch: Buddhistische vegetarische Restaurants nahe Wenshu-Kloster servieren hervorragende fleischfreie Sichuan-Gerichte.
- Tipp: Gehen Sie mit einem lokalen Freund oder einer Food-Tour, halb der Spaß liegt darin, 20 Gerichte zu bestellen und zu teilen.
Sichuan-Essen ohne Überforderung bestellen
Sichuan-Küche ist nicht nur Hitze. Ein Standardessen baut auf Doubanjiang-Bohnenpaste, eingelegtem Gemüse, Sichuanpfeffer und Knoblauch. Klassiker zum Gewöhnen: Kung Pao Huhn, Mapo Doufu, doppelt gekochtes Schwein, Tee-geräucherte Ente, Dan-Dan-Nudeln und Fisch in Chilioel. Bei Hitze-Sorge Bu la (nicht scharf) oder Sha la (leicht) sagen.
- In großen Ketten halbe Portionen bestellen, vollzählig ist großzügig.
- Vegetarier Su cai sagen; Tempel nahe Wenshu Kloster machen vorzügliche vegetarische Bankette.
- Teehäuser servieren nachmittags Snacks, Pengbing und Sonnenblumenkerne probieren.
- Nachtmärkte an Yulin und Kehua Road sind im Sommer bis Mitternacht offen.
- Kein Trinkgeld, die Rechnung ist endgültig.
Getränke und Tee zum Essen
Zu scharfem Sichuan-Essen trinken die Einheimischen warmen Tee, kaltes Bier oder sauer gepflaumten Saft. Milch und Cola mildern die Schärfe überraschend gut. In Teehäusern bezahlen Sie pro Aufguss, ein Topf reicht für zwei Stunden. Am Nachmittag bestellen die Gäste Sonnenblumenkerne und Erdnüsse dazu.
- Bitten Sie um warmes Wasser, eiskalte Getränke reizen den Magen.
- Lokales Bier ist billig, importiertes doppelt so teuer.
- Wein wird selten bestellt, geht aber in gehobenen Lokalen.
- Bubble Tea an jeder Ecke, aber weniger authentisch.
- Vergessen Sie nicht, nach dem Essen die Rechnung zu verlangen, nicht automatisch.
Typische Gerichte und Bestelltipps
Die Sichuan Kueche lebt von Kontrasten: scharf, suess, sauer und oelig wechseln sich auf einem Tisch ab. Wenn Sie mit einer Gruppe reisen, bestellen Sie vier bis sechs Gerichte und eine Suppe, das teilt sich angenehm. Fragen Sie nach Hausempfehlungen, die Tagesspezialitaeten sind oft am guenstigsten und frischesten. Fuer Vegetarier gibt es neben den Klosterkuechen auch eigene Buffet-Restaurants in der Nahe der Uni-Viertel.
- Probieren Sie zuerst kleine Portionen, bevor Sie ein grosses Gericht bestellen.
- Scharfes kommt nach, wenn Sie einmal angefangen haben; fragen Sie nach milden Beilagen.
- Reis und Tee sind in fast allen Lokalen unbegrenzt nachbestellbar.
- Die Rechnung kommt auf einem Tablett, zahlen Sie am Tisch oder an der Kasse.
- Trinkgeld ist unbekannt, ein laecherlicher Aufschlag wirkt peinlich.